22. März 2017 Till

Was zahlt die Kasse in Zukunft zu meiner Brille dazu?

Am 16. Februar 2017 hat der Deutsche Bundestag das Heil- und Hilfsmittel-gesetz (HHVG) verabschiedet, nach dem die Krankenkassen künftig wieder teilweise die Kosten für Sehhilfen übernehmen. Allerdings ist zu beachten, dass hiervon nur eine Minderheit der Fehlsichtigen betroffen ist – und auch sie erhalten keine komplette Brille. 

In den letztes Wochen ist vermehrt die Info durch die Medien gegangen, dass die Krankenkassen bald wieder für Brillen aufkommen. Das ist allerdings nur bedingt richtig, denn um eine Kassenleistung zu erhalten wird eine gewisse Sehschwäche beim Versicherten vorausgesetzt. Bei einem Erwachsenen greift das Gesetz nur im Falle einer:

  • Kurzsichtigkeit von mehr als –6,0 Dioptrien oder
  • Weitsichtigkeit von mehr als +6,0 Dioptrien oder
  • „Hornhautverkrümmung“ (Astigmatismus) von mehr als 4,0 Dioptrien oder
  • schweren Sehbeeinträchtigung oder Blindheit der Stufe 1 auf beiden Augen trotz bestmöglicher Brillenkorrektur und
  • ein gültiges Rezept von einem Augenarzt ist zwingend notwendig.
Werden diese Voraussetzungen durch den Versicherten erfüllt, kann ein Zuschuss für Brillengläser und Kontaktlinsen seitens der Krankenkassen genehmigt werden. Die Höhe dieses Zuschusses ist allerdings noch nicht bekannt. Fest steht aber, dass die Krankenkassen bei den Betroffenen nicht für die gesamte Brille aufkommt. sondern lediglich einen Teil zu den Brillengläsern oder Kontaktlinsen dazu bezahlt.
Der ZVA (Zentralverband der Augenoptiker) geht derzeit davon aus, dass nur rund 1,4 Millionen der insgesamt 41,2 Millionen fehlsichtigen Deutschen eine Sehschwäche aufweisen wie sie das neue Gesetz voraussetzt, um einen Festbetrag der Gesetzlichen Krankenkassen erhalten zu können.
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